Die Taiga - Serie XXL Naturwunder (2)

Viel Platz für kleine Räuber und anmutige Riesen
Die Taiga
Viel Platz für kleine Räuber und anmutige Riesen

„Die Kraft und der Zauber der Taiga liegen darin, dass wohl nur die Zugvögel wissen, wo sie endet“. schrieb der Dichter Anton Tschechow. Die Taiga ist eine unendliche Weite aus rauer Berglandschaft, sumpfiger Waldwildnis und Steppe. Wunderschön anzusehen, doch alles andere als kuschelig. Im Winter fallen die Temperaturen auf -65° Grad Celsius, im Sommer herrschen zuweilen 39 Grad im Schatten. Nur wenige Menschen leben hier.

Doch die Taiga ist beileibe keine Wüste. Hier gedeiht eines der größten Waldgebiete unserer Erde. Ein grüner Gürtel aus widerstandsfähigen Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen zieht sich von der Westküste an der Ostsee bis hinüber zur Ostküste bei Alaska. Die Taiga ist ebenso groß wie der Amazonas und für das Weltklima von entscheidender Bedeutung.

Auch die Fauna ist unersetzlich. In der Taiga leben Tierarten, die sonst nirgendwo mehr vorkommen. Nachvollziehbar ist, dass bei solch harten Lebensbedingungen nur die widerstandsfähigsten Wesen überleben können. So wie der Amur-Tiger, die größte Katze der Welt. Der Amurtiger ist mit einer Länge von bis zu vier Metern die grösste Katze der Welt. Das vierbeinige Kraftpaket lebt in der chinesisch-russischen Grenzregion nördlich von Wladiwostok. Er ist ein Einzelgänger, der sich von großen Hirschen und Wildschweinen ernährt. Seine Schwimmkünste sind hervorragend und die Tiere sind gefürchtet. Auch dem Mensch ist vor dem Tiger nicht sicher. Glücklicherweise gibt es aber nur selten Vorfälle. Allerdings existieren auch nur noch rund 250 Tiger.

Selbst die bis zu zwei Meter großen Bären müssen sich vor dem Tiger in acht nehmen. Gleich drei Arten sind in der Taiga zu finden: Braunbären, Schwarzbären und Kragenbären teilen sich den riesigen Lebensraum. Noch gibt es genug Platz für alle. Am seltensten ist der Kragenbär, der in der gleichen Region lebt, wie der Amurtiger. Seinen deutschen Namen erhielt er aufgrund der langen Haare, die sich wie ein Kragen um seinen Nacken legen. Dieser Kragen ist ein Geschlechtsmerkmal. Bei den Weibchen ist er stärker ausgeprägt. Auf seinem Speiseplan steht vor allem Pflanzenkost: Beeren, Eicheln, Nüsse, Gräser, Wurzeln, Früchte, Getreide, Blätter und Samen. Ganz besonders aber liebt er Honig. Dafür hat er eine perfekte Nase. Angeblich ist der Kragenbär in der Lage, Honig aus einer Entfernung von 5 Kilometern zu riechen.

Die Taiga ist auch Heimat stattlicher Elche. Sie sind die größten Mitglieder der Hirschfamilie. Trotz ihres hohen Gewichts von bis zu 750 kg bewegen sich die Tiere aber mit erstaunlicher Eleganz durch ihren Lebensraum. Mit bis zu 55km/h rennen sie durch die Wälder, dank ihrer spreizbaren Hufen überqueren sie problemlos Moore und sind dazu noch ausgezeichnete Schwimmer, die ohne Mühe große Seen und Flüsse durchqueren können. Beeindruckend sind die großen Schaufelgeweihe der Bullen. Sie können über 20 kilo wiegen und werden jedes Jahr abgeworfen. Das Geweih dient in erste Linie zum Kampf in der Brunft. Dabei versuchen die Bullen mit gesenktem Kopf den Rivalen zurückzudrängen.

Nicht ganz so groß wie der Elch wird der Moschusochse. Ein ausgewachsener Ochse wiegt um die 300-400 kg.
Laufender Vielfrass - Skanes Djurpark Hoeoer, Schweden
Girlish Reaches of mountain Altai river  Kumir
Eisfuchs
Eisfuchs
Aiopex lagopus
Foggy autumn morning above the forest
Dennoch wirken die Moschusochsen gewaltiger, da sie ein langes zottiges Fell haben, da sie größer erscheinen lässt. Der wissenschaftliche Name Ovibos moschatus deutet wie der deutsche Name Moschusochse auf ein Rind mit moschusähnlichem Geruch hin. Tatsächlich ist der Moschusochse aber mit dem amerikanischen Bison verwandt und weder ein Rind, noch hat er moschusproduzierende Drüsen. Die Eskimos haben ihm einen passenderen Namen gegeben, nämlich Oomingmak, was „der Bärtige“ bedeutet.

Auch der Vielfraß ist in der Taiga zu Hause. Er ist der weltweit größte und schwerste Vertreter Marderfamilie. Aussehen tut er wie eine Kreuzung zwischen einem Marder und einem Bären, und daher ist der weniger bekannte Name „Bärenmarder“ sehr treffend. Der Vielfraß ist ein Allesfresser, Er lebt von den Beuteresten die Wolf und Luchs hinterlassen, schlägt Schafe und Zahmrene auf der Waldweide, nimmt aber auch junge Baumtriebe und Beeren oder plündert Vogel- und Wespennester. Schneehasen und Schneehühner, die er teilweise aus dem Schnee ausgräbt, stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Die Kleinnager können für den norwegischen Vielfraßbestand einen so entscheidenen Teil der Nahrung ausmachen, daß ihre Häufigkeit (Hasen- und Lemmingjahre) die Zahl des Nachwuchses des Vielfraßes beeinflußt.

In einem "Hasenjahr" kann man in der Taiga mitunter große Gruppen von Schneehasen beobachten, während in anderen Jahren kaum ein Tier zu sehen ist. Je nach den äußeren Bedingungen wirft das Weibchen 1-2 x im Jahr eine recht unterschiedliche Anzahl von Jungen. Es wird von bis zu 12 Jungen pro Wurf berichtet; gewöhnlich sind es jedoch nur 2-5. Der Schneehase hält sich besonders im Norden häufiger in kleinen Trupps auf und ist kein so »mürrischer« Einzelgänger wie unser Feldhase. Wählerisch ist der kleine weisse Hase nicht. Er muß sich häufig mit einem kargen Nahrungsangebot in seiner Heimat begnügen. So frißt er Gräser und Kräuter, aber auch Heidekraut und Beeren, junge Triebe von Hölzern sowie Rinde und Zweige von Laubbäumen.

Auch der Polarfuchs hat es gelernt, sich seiner Umgebung perfekt anzupassen. In guten Lemmingjahren kann ein Fuchspaar vier bis acht, manchmal sogar vierzehn Junge bekommen und bis zum Winter durchfüttern - in schlechten Lemmingjahren fällt die Fortpflanzung dagegen oft ganz aus. Lemminge sind die Hauptnahrung der Eisfüchse. Ihre Leibspeise aber sind die Eier der von Schneegänsen, Regenpfeifern und Thorshühnchen. Um an diese zu gelangen, muss der Eisfuchs tief in die Trickkiste greifen. Selbstbewusst trabt der kleine Ganove auf das bewachte Gelege zu. Die wilden Drohgesten der Vogeleltern scheinen den frechen Räuber nicht zu kümmern. Der Eisfuchs mimt den Haudegen. Nur noch wenige Meter - dann zeigt sich, wer der bessere Bluffer ist. Wenn der Vogel Reißaus nimmt, schnappt sich der Fuchs die Eier. Entpuppt sich das Vogelpaar jedoch als Stur muss der Fuchs sehen, dass er Land gewinnt. Die wehrhaften Vögel sind durchaus in der Lage dem vierbeinigen Acht-Kilo-Fliegengewicht ernste Verletzungen beizufügen.


Copyright: Michael Krabs
Fotos: Zoonar

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