„Guter Mond du gehst so stille...“

Unser kosmischer Nachbar - einmal etwas näher betrachtet!
„Guter Mond du gehst so stille...“

Unser kosmischer Nachbar - einmal etwas näher betrachtet!


In vielen Liedern wird er besungen, unser guter alter Mond. Sei es nun in Liebesliedern, Kinderliedern oder in größeren Musikwerken. Ebenso kommt er in zahlreichen Gedichten vor. Aber auch in anderer Hinsicht ist der Mond oder Luna – wie seine lateinische Bezeichnung lautet – für uns Menschen auf der Erde bemerkenswert. Denken wir nur an die Gezeiten der Meere – Ebbe und Flut – die nicht nur von den Anziehungskräften der Sonne, sondern auch vom Mond hervorgerufen werden. Wenn unser Trabant in der Lage ist, Ereignisse von solcher Tragweite zu verursachen, könnte man sich vorstellen, dass er auch in anderer Hinsicht auf uns seinen Einfluss ausübt! Schlafen denn nicht auch viele Menschen bei Vollmond sehr unruhig und schlafwandelt während dieser Mondphase nicht gar manch einer des Nachts wie ein Geist durch seine eigene Wohnung? Wissenschaftlich sind diese Phänomene zwar nicht beweisbar – sie werden auch abgestritten – und doch sind sie nicht zu verleugnen, wie fast jeder aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Auch die biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauern und Gärtner richten sich bei ihrer Arbeit nach dem Mond. Bei dieser Methode werden die Aussaattermine vor allem von den Mondphasen (Vollmond, Neumond) bestimmt – was übrigens schon die alten Inder beachteten. In der Wissenschaft ist diese Art der Anbauempfehlung und deren Ergebnis nicht ganz unumstritten.

Der Mond als Kompass

Für Wanderer, Waldläufer, Pfadfinder und Survival Anhänger ist der Mond eine wichtige Orientierungshilfe. Allerdings braucht man dazu eine Uhr mit Zeigern. Bei Vollmond funktioniert die Methode genauso wie mit der Sonne: Den kleinen Zeiger auf den Vollmond richten und den kleinen Winkel bis zur „12“ halbieren. Hier ist nun Süden. Die gleiche Methode kann auch bei Teilmond angewandt werden, nur ist es hier etwas komplizierter. Dies hier genauer zu erläutern, würde zu weit führen.



Der Mond - wissenschaftlich gesehen

Zu den umstrittensten Themen unter Astronomen gehört noch heute die Entstehung des Mondes. Es sind nämlich mehrere Entstehungsarten denkbar: Der Mond könnte sich gemeinsam mit der Erde aus dem Urnebel gebildet haben; er könnte sich einst aber auch von der Erde abgespalten haben. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass er von der Erde eingefangen wurde! Seit Mitte der 1980er-Jahre hat sich jedoch die Ansicht durchgesetzt, dass der Mond nach einem seitlichen Zusammenstoß der Erde mit einem etwa marsgroßen Körper, entstanden ist. Diese verschiedenen Theorien sollen aber hier nicht näher erläutert werden. Hier dafür einige Daten von unserem kosmischen Nachbarn: Die mittlere Entfernung des Mondes von der Erde beträgt rund 400.000 km, das entspricht etwa dem 30fachen des Erddurchmessers . Der Durchmesser des Mondes beträgt 3.476 km. Dazu zum Vergleich der Durchmesser der Erde, der das 3,65fache und der Sonne das 412fache beträgt. Auf der Oberfläche des Mondes gibt es weder Wasser noch eine Lufthülle. Wenn wir ihn aber in einer klaren Nacht mit bloßem Auge – besser noch mit dem Fernglas beobachten, entdecken wir zahlreiche Formationen. Die großen dunklen Flächen, die uns als erstes auffallen, nennt man Mare, was soviel bedeutet wie Meer. Diese Bezeichnung stammt noch aus der Zeit, als aus Unkenntnis über den Mond noch die Phantasie bei der Namensgebung mitspielte. Die übrigen Teile des Mondes nennt man Terra, was Land bedeutet. In diesen Formationen meinte man früher eine menschliche Gestalt deuten zu können, was wohl zum „Mann im Mond“ führte. Die höchsten Mondgebirge erreichen eine Höhe von 9.000 Metern. Die interessantesten Strukturen aber, die wir erkennen können, sind zweifellos die zahlreichen Mondkrater, die in allen Größen vertreten sind. Man schätzt dass es an die 40.000 sind. Die größten haben einen Durchmesser von 200 Kilometer. Die Bildung der meisten Mondkrater schreibt man dem Aufprall von Meteoriten zu.
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The full moon in the night black sky
Nur einige kleine sollen vulkanischen Ursprungs sein. Solch einen Meteoriteneinschlag auf dem Mond haben übrigens am 25. Juni 1178 britische Mönche beobachtet. Der Chronist Gervasius von Canterbury berichtete dazu: „Es schien ein heller Neumond, dessen Hörner, wie in dieser Phase üblich, gen Osten zeigten. Plötzlich spaltete sich das obere, und aus dem Mittelpunkt der Spaltung schoß eine Flammenfackel empor, die Feuer, heiße Kohlen und Funken ausspie“. Astronomen überprüften in diesem Jahrhundert diesen Punkt des Mondes und entdeckten tatsächlich einen relativ jungen Krater, der erst in diesem Jahrtausend entstanden sein kann.


Die verschiedenen Gesichter des Mondes

Einmal im Monat führt uns der Mond seine wechselnde Lichtgestalt vor. Er umrundet uns einmal in 27,32 Tagen, wobei er sich in der gleichen Zeit einmal um seine Achse dreht. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass der Mond uns immer seine gleiche Seite zuwendet. Diese Umlaufzeit nennt man den siderischen Monat. Da jedoch die Erde in dieser Zeit auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne ein Stück weiter wandert und dabei den Mond mitzieht, ist die Sonne nach Ablauf eines siderischen Monats an einem anderen Punkt des Mondhimmels. Es dauert deshalb noch 2 ½ Tage, bis der Mond diesen Rückstand aufgeholt hat, und die Sonne wieder am gleichen Punkt des Himmels steht, wie vor Beginn des Umlaufs. Diese Umlaufzeit des Mondes um die Erde, relativ zur Sonne, nennt man den synodischen Monat. Diese Zeit entspricht in etwa einem Kalendermonat (28 bis 31 Tage). Obwohl alle älteren Kalender das Mondjahr zur Berechnung verwenden, ist es dazu recht ungeeignet, da es um 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr ist. Aus diesem Grund wurde nach einem ägyptischen Vorbild von Julius Cäsar der sogen. „Julianische Kalender“ eingeführt, der das Jahr in 365 Tage teilte und alle vier Jahre einen Schalttag hinzufügte.

In der Zeit seines Unlaufs verändert der Mond stetig sein Antlitz. Innerhalb eines Monats führt er uns seine wechselnde Lichtgestalt vor. Dies hängt mit seiner relativen Position zur Sonne und dem damit gegebenen Einfallswinkel des Sonnenlichts zusammen. Während er sich zu Beginn kurz nach Sonnenuntergang als hauchdünne Sichel zeigt, nimmt er nach rund einer Woche den Umfang eines Halbkreises ein. Als Vollmond sehen wir ihn dann, wenn er sich genau in dem der Sonne entgegengesetzten Teil des Himmels befindet. In dieser Zeit wird er von der Sonne voll angestrahlt. In den Tagen danach schrumpft der Mond dann wieder, bis er das unsichtbare Stadium des Neumondes erreicht hat. Kurz vor und nach Neumond wird das sogenannte aschgraue Mondlicht sichtbar. Hierbei wird die Oberfläche des Mondes vom Sonnenlicht, das von der Erde reflektiert wird, leicht aufgehellt. Wer den Mond mit seinem Feldstecher beobachten will, der sollte allerdings nicht die Phase des Vollmondes wählen. Zu diesem Zeitpunkt sehen wir den Mond in seiner ganzen Größe – das Licht ist jedoch hell und durch die fehlende Schattenbildung sind die Strukturen kraftlos. Ideal ist eine Beobachtung während der Halbmondphase in der durch das seitlich einfallende Sonnenlicht die Mondoberfläche plastisch erscheint. An diesen Tagen bietet der Mond einen phantastischen Anblick.

Mondlandung

Der 20.7.1969 war ein Datum, dass noch in 1000 Jahren in den Geschichtsbüchern erwähnt werden wird. Es war der Amerikaner Neil Armstrong, der damals als erster Mensch seinen Fuß auf die Oberfläche des Mondes setzte. Nur zehn Jahre früher ging der erste von Menschenhand konstruierte Gegenstand – der sowjetische Satellit Lunik II – auf dem Erdtrabanten nieder. Obwohl der ersten bemannten Mondlandung weitere folgten, haben sich die vielen fantastischen Erwartungen, die damals vielleicht so manch einer hatte, wieder in Luft aufgelöst. Der Mond blieb das, was er schon immer war. Ein stiller Begleiter, der so manch klaren Nacht etwas Romantik verleiht. Er sorgt aber auch weiterhin für schlaflose Nächte!

Text: Walter J. Pilsak
Fotos: Pilsak, Zoonar (Zhannaw, Calvin)
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