DIE WACHHOLDERHEIDEN DER SCHWÄBISCHEN ALB

Üppiges Leben und hohe Artenvielfalt
Üppiges Leben im Fels und auf der (Wacholder)heide

von Andreas Scholz

Markante Felsvorsprünge, magische Sonnenaufgänge am Albtrauf, mystische Höhlen aus der Steinzeit und Schafherden auf Wacholderheiden: die Schwäbische Alb fasziniert mit einem vielfältigen Landschaftsbild. Trotz einem eher rauen Klima beeindruckt die Schwäbische Alb mit einer hohen Artenvielfalt.

Die Schwäbische Alb galt schon immer als großes Kälteloch in Baden-Württemberg. In den Dolinen rund um Albstadt oder Sonnenbühl kann es im Winter bei Temperaturen von bis zu minus 33 Grad extrem kalt werden: Auf den Hochflächen am Albtrauf macht der kalte Wind den Bäumen zu schaffen: wenn in der Nacht mal wieder ein eisiger Wind jault, dann werden die Sträucher und Bäume auf den Albflächen nur so durchgeschüttelt.

Ortsnamen wie „Kaltes Feld“ – mit 781 Metern die höchste Erhebung in Ostwürttemberg – kommen nicht von ungefähr: auch hier bilden vom Wind zerfurchte Bäume und Sträucher ein prägendes Landschaftselement. Mit ihrer windschiefen Gestalt geben die sturmgeschüttelten Bäume auf der Alb ein bizarres Bild ab. Einen bizarren Anblick auf der Schwäbischen Alb liefern auch die Stalaktiten und Stalagmiten in den zahlreichen Höhlen. In den Höhlen verbrachte einst der Höhlenbär seinen Winterschlaf.

Der Höhlenbär lebte auf der Schwäbischen Alb bis zum Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren. Als der Bär mit einer Schulterhöhe von 1,70 Metern Höhe einst durch die Schwäbischen Alb streifte, traf er noch auf Mammuts, Wollnashörner und Riesenhirsche. Forscher gehen davon aus, dass auch der Mensch dem Höhlenbär gelegentlich zum Opfer fiel.

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Die Wanderschäfer, die mit ihren Schafherden auf den Wacholderheiden der Schwäbischen Alb seit eh und je ein beliebtes Fotomotiv ausmachen, sind nicht erst seit dem ersten nachgewiesenen Wolfsriss in Baden-Württemberg seit 100 Jahren im Herbst 2017 besorgt. Sie zerbrechen sich den Kopf, wie sie ihre Herde schützen können, falls der Wolf dauerhaft auf die Schwäbische Alb zurückkehrt. Der NABU Baden-Württemberg möchte ihnen die Angst nehmen. Im Falle eines Wolfsrisses sollen Schäfer rasch und ohne großen bürokratischen Aufwand entschädigt werden.

Die Schwäbische Alb wäre mit ihren dichten Wäldern und eher dünn besiedelten Hochflächen ein geeigneter Lebensraum für den Wolf. Weniger Angst machen schwäbischen Wanderschäfern hingegen mächtige Vogelsilhouetten am Albhimmel: in den vergangenen Jahren kreisten immer mal wieder Mönchsgeier und Gänsegeier über die Felskuppen im Oberen Donautal. Seit Jahren fliegen regelmäßig Geier auch in Deutschland ein. Aus Mangel an geeignetem Futter landen die Tiere erschöpft in der deutschen „Pampa“.

Um den Geiern dabei zu helfen, wieder ihre Stammreviere in den Alpen und Südeuropa zu erreichen, bildete sich auf der Schwäbischen Alb bei Balingen-Albstadt die „Geierinitiative Oberes Donautal“. Die Geierinitiative wurde vor mehreren Jahren von Jägern, Tiermedizinern und Naturschützern von NABU und BUND gegründet.

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Ein abwechslungsreiches Landschaftsprofil zeichnet ebenfalls das Naturschutzgebiet „Kaltes Feld mit Hornberg, Galgenberg und Eierberg“ bei Waldstetten im Ostalbkreis aus. Kleine Heideflächen und große Wacholderheiden wechseln sich mit heckenreichen Wiesen und naturnahen Waldflächen ab.
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Auf den Wacholderheiden blüht mit der Silberdistel auch das Wahrzeichen der Schwäbischen Alb. Auch die Kreuzotter schätzt das vielseitige Landschaftsrelief im Naturschutzgebiet „Kaltes Feld“.

Silber- und Golddisteln blühen ebenso auf den Wacholderheiden im Naturschutzgebiet Volkmarsberg bei Oberkochen oder im Heubacher Himmelreich. Auf der kleinen Rundwanderung durch das Heubacher Himmelreich gibt es im Sommer auch Fransenenzian, Kalkaster und Einbeere zu entdecken. Am Wegesrand finden sich Belemniten („Donnerkeile“), Ammoniten und anderen Versteinerungen aus dem Kalkjura. Die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen bei Göppingen hat der Wanderer im Heubacher Himmelreich ebenso fest im Blick wie die Burgruine auf dem benachbarten Rosenstein.

Der Rosenstein am Albtrauf ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel auf der Ostalb. Der Ostfelsen des Rosensteins ist aber erst im Spätsommer wieder fest in der Hand von Kletterern und Drachenfliegern – eine erfolgreiche Brut des Wanderfalken ist wichtiger als der Freizeitsport. In den Orchideen-Buchenwäldern auf den Hochflächen des Rosensteins blühen seltene Pflanzen wie Rotes Waldvögelchen, Türkenbundlilie und Eisenhut. Auch Hirschkäfern sowie Schwarz- und Mittelspechten bieten die zahlreichen Biotope auf dem 735 Meter hohen Rosenstein gute Überlebenschancen.

Eine geologische Besonderheit stellt auch der kegelförmige Ipf auf der Schwäbischen Ostalb bei Bopfingen im Ostalbkreis dar. Auf dem knapp 670 Meter hohen Zeugenberg dominieren Heideflächen – ein idealer Lebensraum für die scheue Heidelerche. Der Ipf besteht aus Kalksteinen des Süddeutschen Jura. Neuesten Forschungen zufolge wurde der Ipf schon in der Jungsteinzeit und später in der Spätbronzezeit bevölkert. Im Frühjahr wächst auf dem Ipf vereinzelt der Frühlingsenzian sowie die Gewöhnliche Küchenschelle – im Schwäbischen auch „Pelzmäntele“ genannt. Auf dem benachbarten Blasienberg blühen im Frühling Tausende von Küchenschellen und sorgen für ein beeindruckendes Naturschauspiel.

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Auch Weiß- und Schwarzstorch finden auf den Nasswiesen im Ellwanger Seenland einen reich gedeckten Tisch vor. Immer mal wieder kommt es zwischen Naturschützern und Windkraftanlagenbetreibern zu Diskussionen rund um den Schwarzstorch. Zu jeder Jahreszeit lockt der 27 Hektar große Bucher Stausee bei Rainau viele Hobby-Ornithologen aus Nah und Fern an. Im Winter können dort Fischadler, Rostgänse, Graugänse, Gänsesäger und Reiherenten beobachtet werden. Am schönsten ist es dort jedoch von April bis September. Während Familien am 150 Meter langen Sandstrand einen Badetag einlegen und dem Treiben der Hobbysegler auf dem Wasser zusehen, zieht es Naturfreunde mit Teleobjektiv und Fernglas zum angrenzenden Naturschutzgebiet „Vorbecken Buch“.

Das Biotop ist Brut- und Rastplatz für zahlreiche Wasservögel und ein wichtiger Lebensraum für Amphibien, Reptilien, Pflanzen und Säugetiere. Zwischen Blutweiderich, Rohrkolben, Teichmummeln, Schilfdickicht und Mädesüß-Blüten ziehen Sumpfrohrsänger, Krickente, Tafelente, Rohrammer und Haubentaucher ihre Jungen groß. Vom Ufer kaum einzusehen ist auch die Biberburg. Mit seinen langen Beinen stakst der Graureiher im Flachwasserbereich umher, um Frösche und Fische aufzuscheuchen. Am Ostufer des Hauptsees befindet sich eine größere Graureiherkolonie.

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Text: Andreas Scholz
Fotos: Andreas Scholz, Torsten Haag
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