Lizenzfreie Tomaten für eine gerechtere Landwirtschaft

Kampf gegen Monopolisierung
Lizenzfreie Tomaten für eine gerechtere Landwirtschaft

von Andreas Scholz

Die Initiatoren von „OpenSourceSeeds“ rufen dazu auf, das (landwirtschaftliche) Feld ab sofort nicht mehr kampflos den Agrarkonzernen zu überlassen. Im Kampf gegen die übermächtigen Agrarriesen sollen freie Lizenzen für Saatgut, Getreide oder Gemüse helfen, die jeder anbieten oder verbreiten darf.

Gen-Konzerne wie Monsanto und Co. dominieren inzwischen mit aggressiven Pflanzenschutzmitteln und patentiertem Saatgut weltweit die Agrarwirtschaft. Aus wirtschaftlichem Kalkül treiben die großen Agrarkonzernze viele Bauern in die ökonomische Abhängigkeit. Monsanto, Syngenta und Bayer lassen sich aus reinem Profitstreben immer mehr Saatgutsorten patentieren, um ihre führende Marktposition zu festigen. Vor allem Monsanto diktiert gnadenlos die Regeln in der Landwirtschaft: So dürfen Bauern keine Samen aus der Ernte aufheben und im nächsten Jahr erneut auf den Feldern verwenden. Sie sind gezwungen, die Lizenz neu zu kaufen.

Kampf gegen Monopolisierung

Ebenfalls beschäftigt die Landwirtschaft die Frage, ob die Pflanzenschutzprodukte der Agrarriesen mehr schaden als nutzen. Die Meinungen gehen auseinander, ob chemische Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel wirklich nur der Gen-Pflanze helfen oder ob dabei als unerwünschter Nebeneffekt auch das Leben rund um die Gen-Pflanze abnimmt. Gegen das grassierende Landwirtschaftsmonopoly regt sich aber mittlerweile vermehrt Widerstand aus dem „Untergrund“. So nimmt beispielsweise die OpenSourceSeeds Initiative mit lizenzfreiem Saatgut, Gemüse und Getreide den Kampf gegen die „Goliaths“ der Agrarindustrie auf.

Was bedeutet OpenSource eigentlich?

Bevor die Idee von „OpenSourceSeeds“ im Artikel näher erläutert wird, folgt ein kleine Begriffsdefinition, was „OpenSource“ eigentlich bedeutet. „Open Source“ ist ein englischer Begriff. „Freie Quelle“ lautet die deutsche Übersetzung. Mit dem offenen Zugriff auf Informationen oder Softwareprogrammen soll vor allem in der PC-Welt ein alternativer Gegenpol zum geschäfstüchtigen Lizenzierungswahn von globalen Softwareriesen geschaffen werden. So kann sich heute beispielsweise jeder im Internet mit „OpenOffice“ eine lizenzfreie Bürosoftware herunterladen, die eine interessante Alternative zum kostenpflichtigen „Office-Paket“ des Softwaregiganten Microsoft darstellt.

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Landwirtschaftliche Initiative mit deutschen Wurzeln

Benjamin Kahl ist bei der OpenSourceSeeds Initiative mit Hauptsitz im hessischen Marburg aktiv. Für den NATURSCHECK stellt er die Initiative näher vor, die 2012 aus einem Aktionsprogramm des Vereins „Agrecol“ rund um das Projekt „Saatgut als Gemeingut“ hervorging. „Agrecol ist ein etwa 30 Jahre alter Verein zur Förderung der ökologischen Landwirtschaft in Entwicklungsländern“, erläutert Benjamin Kahl.

Der Verein zählt 60 Mitglieder, von denen die meisten als Berater in der ländlichen Entwicklung tätig sind. Die Mitglieder von Agrecol treffen sich zweimal pro Jahr zu einem Wochenende und arbeiten an zukunftsweisenden Fragestellungen. „Agrecol sieht seine Aufgabe darin, an Grundsatzfragen zu arbeiten und Projekte anzustoßen“. Eines dieser Projekte ist „Saatgut als Gemeingut“. Die Beteiligten waren sich einig, dass aus dem Projekt „Saatgut als Gemeingut“ etwas Größeres entstehen soll.
Eine gelbe und zwei reife rote Romatomaten in einer Reihe am Strauch
farming, gardening, agriculture, harvest and people concept - hands of senior farmer picking tomatoes at farm greenhouse
Kleine, reife Tomaten vor weißem Hintergrund
Red tomatoes in front fo a white background
Frische Tomaten Gemüse im Sommer mit Textfreiraum
„Zunächst wurden die rechtlichen Grundlagen zur Entwicklung einer Open-Source Saatgut Lizenz geprüft und dann die Lizenz entwickelt, die im Juni 2016 veröffentlicht wurde“, erklärt Benjamin Kahl.

Mediales Echo

Als weiterer Schritt wurde im April 2017 der neue Dienstleister „OpenSourceSeeds“ der Öffentlichkeit präsentiert. Die Eröffnungsveranstaltung von OpenSourceSeeds fand ein großes mediales Echo. „Namhafte Nachrichtenmagazine und Fernsehsender wie Spiegel-Online, Tagesschau, TAZ oder Arte berichteten über uns“, freut sich Benjamin Kahl über die mediale Aufmerksamkeit im überregionalen „Blätterwald“ .

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Monopolisierung stoppen

Mit der OpenSourceSeeds Initiative soll vor allem ein Gegengewicht zu Agrarriesen wie Bayer, Monsanto und Syngenta geschaffen werden, die mit fragwürdigen Geschäftspraktiken die Landwirtschaftsbranche weltweit beeinflussen. „Wir sehen die zunehmende Privatisierung von pflanzengenetischen Ressourcen kritisch, was letztlich zur Monopolisierung führt“, moniert Benjamin Kahl.

Die Monopolisierung ziehe negative Kreisläufe in der Landwirtschaftsbranche nach sich. „Es kommt zu einem Verlust an Kulturpflanzenvielfalt und somit wiederum auch zu einem Verlust an unabhängigen klein- und mittelständischen Züchtern“, so Kahl. „Vielfalt ist aber notwendig, um die großen Zukunftsaufgaben in Landwirtschaft und Ernährung zu bewältigen“, ergänzt der Sprecher der OpenSourceSeeds Initiative. Neben der Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel oder der Ökologisierung der Landwirtschaft steht für Benjamin Kahl noch ein anderes Thema im Brennpunkt. „Wie sichern wir die Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung?“, fragt er sich.

Gemeinnützige Initiative

Seit der publikumswirksamen Präsentation der OpenSourceSeeds-Kampagne im April 2017 erfüllen mit der Tomate „Sunviva“ und dem Sommerweizen „Convento C“ bereits zwei lizenzfreie Erzeugnisse die Marktreife. Weitere Markteinführungen stehen kurz bevor. „Wir sind mit einer Reihe von Pflanzenzüchtern im Gespräch und einige Sorten stehen zur Diskussion“, bestätigt Kahl. „Wie viele es bis zum Ende des Jahres sein werden, lässt sich noch nicht sagen“. Auch in Baden-Württemberg gibt es bereits einzelne Züchter, die sich für die Lizenz interessieren.

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Transparentes Informationsnetzwerk

Transparenz wird bei der Initiative groß geschrieben. Potenzielle Züchter oder Saatgutlieferanten können sich auf der Internetplattform jederzeit registrieren und sich gleichzeitig umfassend vom erfahrenen OpenSourceSeeds-Team beraten lassen. Zudem kann auf der Internetseite jeder in einer Datenbank eintragen, aus welcher Quelle er sein Open Source-Saatgut bezieht.

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Fazit: Es ist zu hoffen, dass die Plattform stark frequentiert wird und dadurch immer mehr Menschen in der Landwirtschaft den „Open Source-Gedanken“ mittragen. Das wäre der richtige und notwendige Ansatz, damit gefräßige Agrarheuschrecken wie Monsanto und Co. nicht noch mehr Äcker und Felder befallen. Wer die Arbeit von OpenSourceSeeds unterstützen möchte, der macht am besten gleich mit. Alternativ sind auch Geldspenden möglich.

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Text: Andreas Scholz
Foto: Tomate „Sunviva“: Quelle Culinaris
Restliche Fotos: Andreas Scholz und Bildagentur Zoonar (Markus Mainka, Robert Kneschke, Pejo29, Lev Dolgachov, Smileus)
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