Rettet die Schrebergärten!

Im Hamburg und Berlin sollen Schrebergärten für Wohnraum weichen. Doch diese Art der Wohnungsbauförderung ist nicht nachhaltig!
Rettet die Schrebergärten!

In Hamburg und Berlin sollen Schrebergärten für Wohnraum weichen. Doch diese Art der Wohnungsbauförderung ist weder nachhaltig noch sinnvoll!

Die Zerstörung der Schrebergärten würde nicht nur den Verlust wertvoller Natur im städtischen Raum bedeuten. Der Schrebergarten ist auch die Oase für das Wochende, für Freizeit, Hobby und Entspannung. Es ist ein Ort der Begegnung von Familie und Freunden.

Sie sind eine Reliquie aus einer Zeit, in der Arbeiter die Möglichkeit haben sollten, sich im Grünen aufzuhalten und einen Freiraum zu schaffen. Dafür wurden die Gärten ursprünglich in der Zeit der industriellen Revolution angelegt. Das Thema ist aktueller denn je. Noch nie zuvor sehnten sich so viele Städter nach dem Grünen. Bei den Kleingartenvereinen liegen schon Anträge von zigtausenden Gartenbewerbern vor, die alle ihren Traum vom eigenen Garten verwirklichen wollen.

Die Anfänge des Kleingartenwesens gehen etwa 130 Jahre zurück. Es war der Leipziger Arzt Dr. Daniel Schreber, der die Bedeutung des Gartens für die Volksgesundheit erkannte und der die ersten Kleingartenanlagen förderte...

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Der Garten ist in unserer industriellen, landfressenden Ära, zu einer lebenswichtigen Oase der Natur geworden. Vor allem die naturnahen Gärten sind darüber hinaus Biotope mit zunehmender ökologischer Bedeutung.

Hohes Umweltbewusstsein unter den „Schrebern“
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat im Jahre 2008 eine Erhebung zum Thema „Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens“ durchgeführt. Demnach spielen Natur- und Umweltschutz bei Kleingärtnern eine besonders wichtige Rolle. Befragt nach der Bedeutung, die ihr Kleingarten für sie persönlich hat, steht dieser Aspekt ganz oben – noch vor der Gesundheitsvorsorge und der Freude an der Gartenarbeit. Für fast alle Kleingärtner ist es selbstverständlich, Grundregeln des naturnahen Gärtnerns selbst zu praktizieren. So nutzen 97 % Regenwasser zum Bewässern, 96 % kompostieren. Besonders ausgeprägt ist das Bewusstsein für naturnahes Gärtnern bei jüngeren Kleingärtnern, die ihren Garten seit höchstens zehn Jahren bewirtschaften. Mehr als jeder Zweite dieser Neu-Kleingärtner (54 %) betreibt biologischen Anbau von Obst und Gemüse, fast zwei Drittel (61 %) verzichten auf Kunstdünger, mehr als vier Fünftel (82 %) lehnen chemische Schädlingsbekämpfung ab.

Gefördert wird diese Entwicklung durch die Fachberatung der Vereine. 84 % der Vereine nutzen diesen Weg, um das Natur- und Umweltbewusstsein ihrer Mitglieder zu fördern (1997: 75 %). Ökologische Musterkleingärten, die es in jeder zehnten Anlage gibt und in denen Möglichkeiten des naturnahen Gärtners verdeutlicht werden, unterstützen diesen Prozess zusätzlich.
Zwetschgen pflücken
gelbe Petunien in Gartenampel, Petunien (Petunia)
Vom Armengarten zum Luxusobjekt
Die Anlage von Armengärten auf Initiative von wohlmeinenden Landesherren, Fabrikbesitzern, Stadtverwaltungen und Wohlfahrtsorganisationen war eine von vielen Maßnahmen, um Anfang des 19. Jahrhunderts des Armenproblems Herr zu werden. Dieses hatte seine Ursache im sprunghaften Anwachsen der Bevölkerung. Da das Bruttoinlandsprodukt nicht im gleichen Verhältnis stieg, wurde das Armenproblem als vordringliche Aufgabe erkannt. Als eine der ersten Armengärtenanlagen im heutigen Deutschland gelten die parzellierten Gärten, die auf Anregung des Landgrafen Carl von Hessen um 1797/98 im damals noch dänischen Kappeln an der Schlei angelegt wurden (sog. Carlsgärten). Das Hauptziel war es, dem Hunger und der Verarmung entgegenzuwirken.


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Heute haben wir ein anderes Bild: In vielen Großstädten sind die Wartelisten in den Kleingartenkolonien zum Bersten voll. Wer in bevorzugter Lage mitten in Hamburg einen Schrebergarten haben möchte, kann mit Wartezeiten von bis zu 10 Jahren rechnen. Ohne Vitamin B läuft hier mitunter gar nichts. Längst sind die ehemaligen „Arbeiter-Lauben“ zu einem begehrten Naherholungsobjekt für die gesamte Mittelschicht geworden. Und sie werden vehement verteidigt. In Hamburg kämpfen gleich mehrere Kleingartenkolonien gegen den drohenden Abriss. Neuer Wohnraum soll geschaffen werden.

Doch müssen dafür wirklich die Gärten weichen? Die Parzellenpächter laufen jedenfalls Sturm gegen die Projekte. Mit Bürgerbegehren und politischen Protesten wollen sie den Bau stoppen. Ihre Argumente: Man dürfe die grüne Lunge der Stadt nicht zerstören, sie seien wichtig für die Absenkung der Temperaturen in heißen Sommern. Die Stadt versucht mit den Kleingärtnern zu verhandeln und ist bereit Ersatzgärten zu schaffen. Das reicht den Laubenpiepern nicht, sie wollen bleiben wo sie sind. Es droht eine langwierige juristische Auseinandersetzung.
(weitere Infos: www.Wurzelraum.de)

Zusatzinfos

Begriffswirrwarr rund um den Schrebergarten
Ein Kleingarten ist nicht überall ein Schrebergarten. Bekannte Begriffe, die man meist noch versteht sind Laube, Heimgarten, Parzelle oder Familiengarten (bes. in der Schweiz). Wenn jedoch von Bünd, Pünt oder Beunde (Süddeutschland und Schweiz.) die Rede ist, wird es schon schwieriger. Der Begriff Parzelle bezeichnet genau genommen ein eingezäuntes Stück Land als Garten, insbesondere eine Anlage von Grundstücken, die von Vereinen (Kleingärtnervereinen, Kleingartenvereinen, ostdeutsch auch Gartensparte) verwaltet und günstig an Mitglieder verpachtet werden. Solche Anlagen werden auch als Gartenkolonien oder Laubenkolonien bezeichnet, und die einzelnen Grundstücke werden im übertragenen Sinn oft Lauben genannt.

Text: Michael Krabs
Fotos: Andrés Felipe Carulla / Bildagentur Zoonar
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